Stoffy’s Weblog

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Der Maerz

Halli hallo…

wie gehts den so? Der Stoffy der hoert Radio. Und was er da so hoert ist vor allem „Wirtschaftskriese“, „schlechtes Wetter“ und „G20“. Davon bekommt man hier, 9000 km entfehrnt, herzlichst wenig mit. Die Wirtschaftskriese zieht scheinbar auch hier seine Kreise aber ich habe bisher noch nichts von Werksschliessungen, entlassungen, kurzzeitarbeit oder ahnliches gehoert. Es scheint auch sehr schwierig zu sein an derartige Informationen zu kommen. Auch fuer Vietnamesen. Die Presse und all das was dazu gehoert ist eben noch stark vom Staat gelenkt. Vielleicht wird auch einfach nichts geschlossen. Die Wirtschaft geht hier ja trotzdem noch aufwaerts. Nur nicht mehr so schnell. Die einzige moegliche Auswirkung die mir bisher ins Auge gefallen ist, ist der starke Rueckgang von Touristen. Wenn man durch Staedte wie Hanoi geht sieht man deutlich weniger Touries als vor ein paar Monaten. In den diesjaehrigen Semesterferien war deutlich weniger los als in den letzten Ferien. Das kann aber auch andere Gruende haben. Vllt. einfach nur Saisonbedingt.

Das Wetter ist zur Zeit richtig verrueckt. „Aprilwetter“ in extrem. Tag 1: ueber 30 Grad – blauer Himmel – Sonnenschein. Tag 2: um die 20 Grad – alles grau – Regen. Tag 3:  morgends ueber 30 Grad – blauer Himmel – Sonnenschein / abends um die 20 Grad – alles grau – Regen. Tag 4: weniger als 20 Grad – grauer Himmel – Graupel – 24 Stunden kein Strom. Total komisch im Moment. Es zehrt unheimlich an den Kraeften und an der Stimmung.

Ich bin tatsaechlich das erste Mal von einer schlechten Stimmung befallen. Irgendwie klappt alles nicht so gut, Arbeit macht nicht so Spass, Wetter ist scheisse und ich fuehl mich die ganze Zeit schlapp und lustlos. Was ist der Grund? Bisher sind alle schlechten Schwingungen einfach an mir vorbei geflogen oder abgeprallt. Ein Grund ist sicherlich das Wetter das wirklich furchtbar wechselhaft ist. Ein anderer koennte die Arbeit in der Schule sein. Die Lehrer verlassen sich immer mehr auf mich was eigentlich ein Supergefuehl seien sollte. Das heisst ich arbeite eigenstaendig, keiner funkt mir in meinem Unterricht dazwischen oder sagt mir was ich machen soll. In Klassen mit ueber 50 Schuelern eine Sprache zu unterrichten ohne die Sprache der Schueler zu sprechen ist aber sehr sehr anstrengend. Da bin ich nach 3 oder 4 Stunden am vormittag meistens voellig fertig. So fertig dass ich mich nach dem Mittagessen erstmal ein paar Stuendchen hinlegen muss. Oft geh ich dann nicht mal mehr ins Kung fu weil ich einfach zu fertig bin, ich nochmal unterrichten muss oder das Wetter scheisse ist. Training ist immer im Freien.

Ab naechster Woche geht es aber hoffentlich wieder aufwaerts. Meine Mama kommt mich hier besuchen und das Wetter soll endlich mal konstanter werden. Mir wird immer wieder bewusst, dass die Zeit in der Schule so langsam knapp wird. Ab Anfang Juni sind Sommerferien und fuer mich gibt es dann nichts mehr tun. Ab dann koennte ich theoretisch auch nach Hause fliegen aber ich schaetze, dass ich die Zeit bis zum Ende auskosten werde. Einige der anderen Auslaender wollen noch ein bisschen nach China. Vielleicht werde ich mich da noch anschliessen. Ist aber auch ein bisschen eine Geldfrage.

Was gab es sonst noch neues im Maerz? An den Wochenenden war ich eigentlich immer unterwegs. Ein Wochenende war ich mit Frieder, Lousia, Olli, Malte und Hisar in Do Son, einem Erhohlungsort am Meer. Endlich mal wieder baden und am Meer relaxen. Mittag haben wir uns 3 Tandems geliehen und sind ein bisschen die Kueste entlang gefahren, abends ging es dann zur karaoke. Das werde ich in Deutschland schwer vermissen – hier gibt es an jeder Ecke ein Karaoke-cafe in dem ordentlich rocken kann.

An einem anderem Wochenende fand ein Musikfestival in Hanoi statt. Housemusik in Vietnam – herrlich. Schade das auf solchen Festen fast nur Auslaender sind. Die Tanzflaeche jedenfalls wird meistens nur von Auslaendern gerockt. Das Feiern muessen die hier noch ein bisschen ueben. Trotzdem ein schoener Abend mit vielleicht ein bisschen viel Alkohol. Aber das kennt man ja aus Deutschland.

Ausserdem fand hier mal wieder ein „Workcamp“ statt. D.h. zwischen 10 und 30 Freiwillige die fuer 2 Wochen hier arbeiten. Vorwiegend im SOS Dorf und einer Schule fuer behinderte. Das Workcamp bestand mal wieder fast nur aus Asiaten. Viele Japaner, Vietnamesen und Koreaner. Eine Englaenderin war diesesmal noch mit an Bord. Es ist immer toll wenn so ein Workcamp stattfindet. Abends geht man was trinken, zur karaoke oder in die Dorfdisko. Meistens sehr sehr lustig. Auserdem bekommt man immer wieder was von anderen Kuluren mit. Vor allem Japan gefaellt mir immer mehr. Irgendwann muss ich dort einfach mal hin. Scheint ein echt tolles Land zu sein.

Das war eigentlich alles vom Maerz.

Eine Sache gibts noch: Wie oft bekommt man doch zu hoeren wie wichtig gute Beziehungen sind. Ich hab wieder einmal festgestellt das beziehungen das Leben manchmal wirklich einfacher machen. Vor allem in Vietnam. Die Polizei hat mich angehalten weil ich ueber eine rote Ampel gefahren bin (was hier nicht so unueblich ist). Bloederweise hatte ich die Motorradpapiere nicht dabei und einen Fuehrerschein hab ich ja sowieso nicht. „Scheisse“‚, dachte ich mir „das motorbike ist weg. Zumindestens wird es sehr sehr teuer“. Ich habe mit umgerechnet 50 Euro gerechnet was in entwa der normalen Strafe entspricht. Es haette aber auch schlimmer werden koennen da ich ja nicht einmal den Fuehrerschein habe. Die Polizei hat jedenfalls mein Bike mitgenommen und gemeint ich solle die naechsten Tage auf dem Revier vorbeischauen. Wieder zu hause habe ich dann eine Bekannte angerufen und sie gefragt ob sie mir helfen koenne. Deren Mann ist bei der Polizei weit oben. Der hat dann einen Termin fuer mich vereinbart mit dem Bezirksobersten. Nach einem Mittagessen, ein paar freundlichen Worten und umgerechnet 5 Euro hatte ich dann mein Motorbike auch wieder in der Hand. „Fahr nicht mehr ueber rot und vielleicht waere es besser, wenn du den Fuehrerschein machst“ hiess es nur. Glueck gehabt!!

Das naechste Mal: „Der April“ Dort werde ich ueber die Zeit mit meiner Mutter, das Hung-Koenig-fest welches gerade laufft und vieles mehr berichten. Dann wird es auch endlich eine Menge Bilder von mir geben. Freut euch drauf!

Bis bald

Gruss Christoph

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2. April 2009 - Posted by | Uncategorized

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