Stoffy’s Weblog

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Der Februar

Hallo ihr Lieben

Der Februar war sehr entspannt. Er begann mit einer 3 woechigen Reise durch Laos, Kambodscha und Suedvietnam. Das heist eigentlich begann die Reise schon ein bisschen frueher, ende Januar. Ich habe meinen Neujahrsurlaub  (Chinesisches Neujahr/Mitte Januar) um 2 Wochen verlaengern lassen und bin mit Olli nach Laos gefahren. Der urspuengliche Plan war: 3 Freunde, die schon vor Neujahr nach Laos gefahren sind, in Laos zu treffen um dann gemeinsam nach Kambodscha und Suedvietnam zu reisen. Wie man sich aber denken kann, hat das natuerlich nicht geklappt. Ohne Handy und so weiter ist es aber auch echt schwer sich in einem fremden Land zu verabreden. Ich weiss gar nicht wie das unsere Vorgaengergeneration gemacht hat, wenn sie sich stoppenderweise irgendwo in Italien verabredet haben. Bei uns hat es jedenfalls nicht geklappt mit dem Treffpunkt. Mag aber vielleicht auch an der vietnamesischen Mentalitaet liegen die uns mittlerweile fest im Griff  hat „Bloss keine Hektik – wird schon irgendwie hinhauen“.

p13100721So sind Olli und ich dann also wie schon gesagt zu Zweit losgezogen. In Laos haben wir uns erst Vientianne angeschaut und sind dann schnell nach Sueden in Richtung Kambodscha gefahren. Wir haben uns noch ein paar Tage in kleineren Laotischen Staedten aufgehalten aber irgendwie konnte ich mich nie so richtig mit dem Land anfreunden. Woran es genau gelegen hat weiss ich nicht aber alles im allen waren mir glaube ich einfach zu viele „Spasstouristen“ unterwegs und die Einheimischen waren oft nicht gerade freundlich was ich denen aber nicht wirklich veruebeln konnte bei so vielen „bloeden“ Touries. Fuer Partymacher oder Leute die gerne mit Menschen aus anderen „westlichen“ Kulturen zusammen kommen ist Laos ein Traum. Nach so etwas bin ich aber in meinem Urlaub nicht wirklich auf der Suche. Das selbe kann ich jedes Wochenende in Hanoi in diversen Diskos erleben.

Olli hat das ziemlich aehnlich empfunden und so sind wir nach wenigen Tagen nach Kambodscha eingereist. Die p2050292ersten paar Tage haben wir in  Ratanikiri verbracht. Eine wahsinnig schoene Gegend mit dem schoensten Natursee den ich je gesehen habe. Superschoenes ganz klares Wasser und schoen kuehl. Genau die richtige Temparatur um im Februar bei ueber 30 Grad schwimmen zu gehen. Auserdem haben wir dort eine kleine p2050434Elefantentour gemacht. Superlustig, wie auf einem schwankendem Boot. Nichts fuer schwache Maegen. Eine Stunde auf dem Ruecken eines Elefanten ueber Kautschuk und Cashewnussplantagen. Echt super.

Danach ging es weiter nach Pnom Penh. Der Hauptstadt. Eine sehr schoene Grossstadt mit viel weniger Verker und viel mehr Gruen als in den meisten Vietnamesischen Staedten. Dort haben wir uns die ueblichen Sehenswuerdigkeiten angeschaut. Alles in allem nichts besonderes.

 

p2090577Von Pnom Penh ging es ein paar Tage spaeter weiter nach Siem Reap. In der Stadt selber gab es nichts zu sehen ausser viele Hotels und Restaurant aber wenige Kilometer auserhalb befindet sich die riesige Tempelanlage von Angkor. Das Zentrum des ehemaligen Khmer-Koenigreiches (9. bis 15. Jahrhundert ). Damals sollen bis zu 1 Millionen Menschen dort gelebt haben. Meines Wissens nach ist es der groesste Tempelkomplex der Welt mit ueber 200km^2. Es sollen bis heute ueber 1000 Tempel und Heiligtuemer bekannt sein. Der groesste und bekannteste Tempel ist wahrscheinlich Angkor Wat. Bekannt unter anderem auch aus Filmen wie Tomb Raider. Wirklich sehr sehr beeindruckend die Anlage dort. Olli und ich waren wohl die einzigen die sich zu Fuss dort reingetraut haben. Jedenfalls haben wir niemand anderen dort per pedo gesehen. Alle waren mit Taxi, TukTuk (kleines Motorradtaxi) oder Fahrrad unterwegs was auch nicht so ganz unbegruendet ist mit bis zu 4km zwischen den einzelnen Tempeln. Wir haben uns dazu entschieden nur 4 Tempel anzuschauen um nebenbei noch ein bisschen was von der Natur und den Menschen mitzubekommen. Es macht glaube ich auch keinen Sinn an einem Tag 10 Tempel oder so anzugucken.p2120684

Von Siem reap haben wir uns einen Bus nach Ho-chi-minh city (saigon) genommen. Dort haben wir uns dann auch endlich mit denen  getroffen die wir eigentlich schon in Laos treffen wollten. In Saigon haben wir ein paar Tage verbracht und eigentlich nur das normale Program durchgezogen. Museen, bekannte Ecken, wichtige Gebaude und so weiter. Wer jemals den Weg nach Saigon finden sollte, sollte sich auf einiges gefasst machen. Eine riesige, mega hektische Stadt. Teilweise mit einem Flair von einer europaischen Grossstadt aber mit so unglaublich vielen Autos und Motorraedern das selbst Vietnamesen an roten Fussgaengerampeln stehen bleiben, und das soll was heissen. Das ist echt wahnsinn. Da ist Hanoi teilweise echt ein ruhiges Plaetzchen dagegen. Aber das muss man selber erlebt haben. Ich kanns jedenfalls nicht so richtig in Worte fassen.

Weil die Zeit nicht fuer mehr gereicht hat, haben wir uns in Saigon in den Zug nach Hanoi gesetzt. Fast 40 Stunden in einem Schlafwagen. Superlange aber trotzdem eine schoene Fahrt. Einmal durch fast ganz Vietnam. Vorbei an riesigen Reisfeldern, Palmenwaeldern, wunderschoenen Landschaften und einigen Stadten/Doerfern. Das schoenste Teilstueck liegt zwischen Da Nang und Hue. Die Bahn ueberquert dort den Nebelpass – direkt am Meer entlang. Ich kann wie schon einmal frueher erwahnt keine Bilderalben hochladen. Mitte April werde ich aber einen Laptop haben und dann werd ich nach und nach die besten Bilder hochladen. Freut euch drauf!!

Zurueck im heimischen Viet tri ging es dann am naechsten Tag auch schon mit der Arbeit weiter. Die letzten Wochen musste ich ein bisschen mehr als gewohnt arbeiten weil immer mal wieder Lehrer ausgefallen sind die ich vetreten habe. Es ist eine schoene Erfahrung ein paar Klassen fuer einige Stunden alleine zu unterrichten, normalerweise ist immer mal wieder ein Lehrer dabei der mich ein bissle unterstuetzen soll.

Neu ist ansonsten noch, dass wir nur noch zu 2. in Viet tri wohnen. Malte und Hisar sind ca. 150km weitergezogen. Es gab einige Probleme in deren Schule und so haben sie sich dazu entschieden die Arbeit und den Wohnort zu wechseln. So weit ich weiss geht es ihnen dort auch ganz gut. Jedenfalls besser als hier. Ich bin immer noch sehr gluecklich mit Viet tri, meiner Arbeit, meinen Kollegen und eben alles was so dazu gehoert.

Zurzeit ist wieder mal ein „Workcamp“ hier in Viet tri was immer wieder fuer frischen Wind und ein bisschen abwechslung sorgt. „Workcamp“ heist, dass einige Freiwillige (1 mal in 2 Monaten) fuer 2 Wochen hier wohnen und im SOS Dorf bzw. einem Behindertenheim arbeiten. Das heist hauptsaechlich Spiele spielen, englisch unterrichten und renovierungsarbeiten. Immer eine menge Spass aber leider nur fuer 2 Wochen. Aber dazu schreib ich in meinem naechsten Artikel (Der Maerz) ein bisschen mehr.

Bis bald

Christoph

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15. März 2009 Posted by | Uncategorized | 2 Kommentare