Stoffy’s Weblog

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Motorrad, Tam Dao und andere Sachen

Zuallererst möchte ich voller Stolz verkuenden, dass ich, wie im letzten Beitrag angekuendigt, mir ein Motorbike gekauft habe. Mein erstes eigenes motorbetriebenes Fortbewegungsmittel. 

Man bin ich stolz. Auch wenn es mehr oder weniger ein Schrotthaufen ist, der sich hin und wieder mal bewegt. Ich bin auch gleich nach dem Kauf zur Werkstatt gefahren und habe einige Dinge reparieren lassen. Das gute ist, dass Reparaturen super billig sind. Das schlechte ist, dass die Handwerker nicht so gruendlich arbeiten wie in Deutschland. So muss ich beispielsweise morgen noch einmal meine Bremse machen lassen. Die wackelt sehr gefaehrlich an meinem Motorbike rum. Lange haelt die wohl nicht mehr.

Aber die Bremse hat auch ehrlich gesagt allen Grund dazu sich ein bisschen haengen zu lassen. Ich war am Dienstag und Mittwoch auf einer 2. taegigen Tour und bin dabei nicht gerade zimperlich mit dem Bike umgegangen. Am ersten Tag waren wir in Cat ba. Ein Ort hoch oben in den Bergen. Wahnsinnig schoen dort mit einem sehr angenehmen Klima. Das schoenste an diesem Tag war die Strasse die zu dem Bergdorf gefuert hat. Eine enge Bergstrasse mit vielen Serpentinen und voller Vietnamesen auf Motorbikes. Es wirklich wahnsinnig schoen dort hoch zu prettern und dabei die wunderschoene Aussicht zu genießen. Am 2. Tag sind wir dann ein bisschen Abseits von gut ausgebauten Strassen gefahren. Irgendwann waren die Strassen nur noch aus Kies und Sand. Und das bei Steigungen von teilweise mehr als 10%. Ein riesen Spaß das Ganze. Irgendwann muss ich mal mit meinem großen Bruder hier her kommen. Supergeile Lehmpisten mit hin und wieder kleinen Baechen die ueberquert werden muessen. Genau das richtige Gelaende fuer einen Wrangler. Leider kann ich erst einmal keine Bilderalben hochladen. Hier im Internetcafe habe ich nicht die noetige Software dazu.

Heute haben wir (mal wieder ganz spontan) besuch von Cuong bekommen. Er ist der Vizechef von VPV (Partnerorganisation von ICJA). Er hat uns berichtet, dass wir wohl noch mal ein paar Tage/Wochen ohne Arbeit in unserem eigentlichen Projekt auskommen muessen. Eigentlich haetten wir nach vorigem Stand am Montag anfangen sollen. Sehr schade, dass sich der Start wieder verschiebt.

Mittlerweile sind wir jedoch soweit, dass wir uns die Tage (ab 14 Uhr) vollstopfen koennen mit Arbeit. Um 14 Uhr bin ich fuer 1,5 Stunden im SOS-Kinderdorf um zu unterrichten. Dort ist es wirklich klasse. Die Kids sind einfach super. Es macht richtig Spaß mit ihnen zu arbeiten. Ich habe mir sogar schon ueberlegt, die Schule hinzuschmeissen um langfristig mehr im SOS Dorf machen zu koennen. Nach dem Unterricht wird entweder Fussball im Dorf gespielt oder heimgefahren um die „giftet-students“ zu unterrichten. Ab naechster Woche kommt noch ein Englisch Projekt mit Nachbarskindern dazu. Wir werden versuchen denen ein bisschen Englisch beizubringen. Ausserdem werde ich mich bemuehen hin und wieder ins Walfarecenter schauen zu koennen. Eine Einrichtung fuer behinderte, meist taube oder stumme, Kinder die dort wohnen. Zusaetzlich habe ich die Chance ein bisschen Geld zu verdienen indem ich privat Englisch unterrichte. Ich hab mich bisher aber noch nicht entschieden ob ich das machen soll. Der soziale Aspekt sollte bei einem freiwilligen sozialen Jahr eigentlich im Fordergrund stehen. Ausserdem steht noch 2-3 mal die Woche bing-ding (Vietnamesischer Kung-Fu) an. Ihr seht also, mir wird es hier nicht langweilig. Wenn man die kleinen Touren nach Hanoi oder in die naehere Umgebung (Nationalparks, Berge, Tempel oder aehnliches) und natuerlich das gute Essen dazurechnet ist es wirklich ein sehr entspanntes und schoenes Leben hier. Ich werde wohl Privatlehrer werden, eine Vietnamesin heiraten, ein paar Kids aus dem SOS Dorf adoptieren und einfach hier bleiben.

Bis zum naechsten Eintrag.

Ganz liebe Gruesse aus Viettri city

Christoph

5. September 2008 Posted by | Uncategorized | 6 Kommentare