Stoffy’s Weblog

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Endlich Viettri!

Ich bin also endlich in Viet tri city angekommen. Voller Vorfreude auf die neue Stadt, die neue Arbeit, neue Aufgaben und neue Herrausforderungen bin ich vor 5 Tagen in Hanoi in den Bus gestiegen. Leider wurde ich sehr schnell wieder in einigen Punkten enttaeuscht. Die Vietnamesische Mentalitaet ist fuer mich nach wie vor unverstaendlich und geheimnissvoll. Kaum in Viettri angekommen wurden wir zu einem Haus gefuehrt das wieder nicht unser eigentliches Zuhause sein soll. Also wieder nur eine Zwischenstation. Was die Arbeit angeht werden wir immer noch hingehalten. Wir haben jetzt erfahren, dass bis zum 5. September Ferien sind. Also noch einmal 3 Wochen lang ohne vernuenftige Beschaeftigung. Zaehlt man die 2 Wochen aus Hanoi dazu sind es schon ganze 5 Wochen  „gammeln“. Nach einigen Beschwerden und Diskussionen haben wir dann doch noch einige Minijobs bekommen. Der eine Job ist, eine 11. Klasse einer sogenannten „Gifted-school“ in Englisch zu unterrichten. So „gifted“ sind die aber eigentlich nicht. Jedenfalls nicht in Englisch. Ein Dr. Greuling oder Dr. Greinacher wuerde sich wohl schlapp lachen ueber deren Englisch. Der andere Job findet im SOS-Kinderdorf statt. Eine wahnsinnig schoene Einrichtung in der ca. 200 obdachlose Kinder im Alter von 3 Monaten bis 20 Jahren wohnen. Die meisten sind jedoch zwischen 5 und 15 Jahre alt. Meine Aufgabe ist es die 4. und 5. Klaessler in Englisch zu unterrichten. Ich freue mich riesig auf die Arbeit mit den Kids. 2 Stunden am Tag Unterricht – danach Fussball oder andere Sachen. Am 5. Semptember (ein Freitag) beginnt das neue Schuljahr mit einer grossen Feier. Am Montag soll dann der Unterricht starten. Ich hoffe, dass ich dann gleich am Start sein werde. Jedenfalls werde ich den verantwortlichen Lehrern bei der Feier so lange auf die Eier gehen bis sie mich am Montag in die Klassen lassen. Meine Erwartungen sind jedoch erst einmal zurueckgeschraubt. Die Vietnamesen sind wirklich Weltklasse darin Sachen zu verschweigen die extrem wichtig fuer uns (Malte, Hisar, Oli und mich) sind. Ich weiss nicht ob es die Angst vor einer Diskussion ist die sie daran hindert oder ob sie einfach keine Lust haben bzw. es ihnen egal ist.

Genug gejammert! Trotz der fast taeglichen Enttaeuschungen ueber weitere Verzoegerungen ist es nach wie vor super toll hier. „Gammeln“ hat ja auch gute Seiten :). Gestern wurde (mal wieder voellig ueberraschend) eine LKW Ladung Reis in unserem Fernsehzimmer abgeliefert. In unserem Haus ist derzeit kein Vietnamese mit Englischkenntnissen sodass uns niemand sagen konnte was das sollte. Wiedermal so eine voellig unangekuentigte Aktion. Ein paar Stunden spaeter standen dann ploetzlich 20 Vietnamesen mit dem obersten Boss von VPV in unserer Tuer (11 davon wohnhaft in Amerika). Der Reis ist Teil eines Hilfsprojekts fuer eine Region nicht weit von hier. Vielleicht habt ihr in der Deutschen Presse gelesen, dass vor ca. 2 Wochen Teile Vietnams ueberschwemmt wurden. Wir haben den Reis in kleine Portionen verpackt und heute morgen wieder auf einen Laster geladen der direkt in die ueberschwemmte Region gefahren ist. Leider konnten wir nicht mit da in Vietnam keiner auch nur einen Schritt machen darf ohne offizielle Papiere. So haben wir uns dann entschlossen eine kleine Motorradtour zu starten. Allein auf dieser Tour habe ich so viele tolle Dinge erlebt die den Rahmen dieses Eintrags sprengen wuerden. Ein kaputter Hinterreifen der sofort geflickt wurde (Vietnamesen sind super hilfsbereit und reparieren dir alles auf der Stelle fuer echt wenig Geld – in der Zwischenzeit wurden wir von einem anderen Vietnamesen zum Tee eingeladen) , ein Sturz in ein Reisfel

d (mit Motorrad) was aber mehr witzig als schlimm war und die Erkenntniss, dass ich mir die Tage ein Motorrad kaufen werde.

Morgen werden wir in den aeltesten Tempel Vietnams pilgern, dessen Namen ich leider vergessen habe. Er liegt jedenfalls nicht weit von hier sodass es wahrscheinlich ein sehr gemuetlicher Tagesausflug wird. Coolerweise werden wir noch von einigen Studenten aus der „giftschool“ begleitet. Es wird sicherlich ein sehr netter und interessanter Tag.

Ich melde mich bald wieder

Liebe Gruesse

Christoph

P.S. Wer Rechtschreibfehler findet darf sie natuerlich wie immer behalten.

P.P.S. Ich habe gerade gesehen, dass ich schon wieder in 10 Monaten und ein paar Tagen nach Deutschland flieg. Wie schnell die Zeit vergeht!

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23. August 2008 Posted by | Uncategorized | 3 Kommentare

Mai Chao

Gruetzi zusammen!

Ich habe derzeit sehr viel Freizeit und die will ich natuerlich auch nutzen. Bis auf die 2 Studen Vietnamesischunterricht jeden Tag haben wir im Prinzip keinerlei Verpflichtungen. Ich kann und will jedoch nicht ueber jeden einzelnen Pagodenbesuch oder so berichten. Dann wuerd ich ja nur noch am PC sitzen.

Ueber Mai Chao lohnt es sich aber ein Worte zu schreiben. Mai Chao ist ein kleines Tal inmitten von mehreren 1000 meter hohen Bergen. Das ganze Tal ist im Prinzip ein einziges Reisanbaugebiet. Es liegt etwa 150 km suedlich von Hanoi. Mit dem Bus waren wir (Malte, Oliver, Hisar und ich) 4 Stunden unterwegs. Kaum aus dem Bus ausgestiegen wurden wir von einem Vietnamesen angequatscht, dass wir doch in seinem Guesthouse uebernachten sollten. Das Guesthouse war sein Privathaus. Er funktionierte kurzerhand sein Wohnzimmer in ein Schlafzimmer fuer uns um. Das Haus steht auf Stelzen, der Fussboden war aus Bambus sodass man ohne Probleme von unten in alle Raeume reinschauen kann – geil. An dem Tag lief nicht mehr viel. Wir wollten uns Motorraeder ausleihen doch leider gibt es in dem Tal keine Moeglichkeit dazu. Danach haben wir Pho (vietnamesische Nudelsuppe – sehr lecker!) gegessen und uns nach einem Guide umgeschaut der mit uns die geplante 18km Trecking – Tour machen sollte. Komischerweise hatte keiner so richtig Lust dazu – nicht mal fuer Geld. Wahrscheinlich lag es jedoch an dem vielen Regen der in der Bergen scheinbar viele Schlammlawienen ausgeloest hat. Wir haben uns dann fuer eine ungefaehrlichere 8km Tour entschieden. Die Tour war supertoll aber weit weniger spannend und huegelich als uns versprochen wurde. Im Prinzip sind wir nur durch das Tal gelaufen. Es war jedoch sehr schoen und dreckig genug sind wir dort auch geworden. Die Gegend ist unbeschreiblich traumhaft. Ich habe versucht einige Sachen in Bilder einzufangen und sie fuer euch hochgeladen. Der Link dazu muesste sich in der Leiste links befinden.

Meine vorerst letzte Woche in Hanoi ist angebrochen. Ich freu mich schon wahsinnig auf die neue Stadt, neue Leute, das Projekt und auf die neue Wohnung.

Ich melde mich aus Viet tri city wieder.

Bis bald. Think positiv!

Christoph

12. August 2008 Posted by | Uncategorized | 3 Kommentare

Good morning Vietnam

Xin Chao / Guten Tag

Ich bin mittlerweile schon fast 1 Woche hier in Vietnam und es ist mal wieder an der Zeit ein Lebenzeichen von mir zu geben.

Der Flug war bis auf einen bestreikten Flug von Berlin nach Frankfurt extrem ruhig und ereignislos. In Berlin haben wir ohne lange Wartezeit sofort ein Zugticket bekommen und somit war das alles gar kein Problem. Nach einer 20 stuendigen Reise sind wir dann in Ha Noi gelandet. Dort wurden wir dann von vpv (Organisation die in Vietnam fuer uns zustaendig ist) abgeholt. Total geraedert wurden wir um ca. 10 Uhr Ortszeit im Peacehouse abgeliefert. Natuerlich dachte keiner von uns ans schlafen und so hat uns Toby, ein amerikanischer Freiwilliger, mit in die Stadt genommen um uns alles zu zeigen.

Das Peacehouse ist eine im Randgebiet Ha Nois gelegene Unterkunft von vpv. Zur Zeit wohnen hier 12 Leute aus der ganzen Welt. 3*USA, 1*Irland, 1*Belgien, 1*England, eine Koechin, ein Security/Hausmeister und eben wir 4 Deutsche. Eine superlustige Truppe mit denen man sehr viel Spass haben kann. Und da die Englisch sprechenden in der Ueberzahl sind reden wir auch sehr viel Englisch hier. Eine super Vorbereitung fuer unsere Arbeit die in einer Woche beginnen soll. Unser Chef hat uns komischerweise 2 Wochen frei gegeben bevor wir ueberhaupt mit der Arbeit angefangen haben. Wir haben derzeit jedoch taeglich 2 Stunden Vietnamesischunterricht. Die frei Zeit nutzen wir um Stadt, Land und die Menschen ein bisschen naeher kennenzulernen.

Ha Noi ist eine auf dem ersten Blick richtig kaotische Stadt, nach ein paar Tagen jedoch faengt man an die Stadt zu lieben. Die vielen Motorraeder, das wilde Stromnetz, das gute Essen, die Weihnachtssterne die immer noch ueber den Strassen haengen sind einfach supertoll. Bisher haben wir eine Stadttour gemacht, den Temple of Litrature besucht und natuerlich viel Party gemacht. Teils mit Vietnamesen, teils mit anderen Freiwilligen. Am 2. Abend waren wir gleich auf einen 20. Geburtstag einer Vietnamesin eingeladen. Die Leute hier sind wirklich wahnsinnig gastfreundschaftlich. Gestern waren wir bis tief in die Nacht mit den Freiwilligen vom Peacehouse unterwegs. Wir haben einen Ort gefunden der „Beercorner“ genannt wird. Dort gibt es frischgezapftes Bier fuer 3.000 Dong. Umgerechnet kann ich fuer ca. 1,20 Euro 10 Bier trinken. Das ist aber mit Abstand das guenstigste Bier in der ganzen Stadt. Dementsprechend geraedert fuehl ich mich heute aber auch :).

Heute planen wir eine Tour in ein ca. 100 km entfehrntes Reisanbaugebiet. Ich melde mich mit ein paar Bildern zurueck wenn ich von der Tour wieder daheim bin.

Ganz liebe Gruesse aus dem schoenen Ha Noi

Christoph

P.S. Meine Emailadresse hat sich geaendert: christophschieren@googlemail.com

9. August 2008 Posted by | Uncategorized | 4 Kommentare

Vietnam ich komme…

Nur noch ein mal schlafen, dann geht es los nach Vietnam. 🙂

 

Ich beschreibe mal wie es hier in Berlin auf dem Seminar so ist. Wir sind 60 Leute in einer Dachwohnung. 57 Jungs und 3 Mädchen. Zusätzlich sind noch 6 Teamer hier. Das Haus ist ein, in meinen Augen, typisches Großstadthaus mit sehr viel Charme. 4 Stockwerke hoch, aus Backstein gebaut und es gibt viele Innen bzw. Hinterhöfe. Die Umgebung gefällt mir sehr gut, obwohl sie zu einem der vielen sozialen Brennpunkte Berlins zählt. Auf 100 Türken/Asiaten kommen ca. 5 Deutsche. Wir hatten bisher aber null Probleme. Alle sind supernett.

In der Wohnung ist es wahnsinnig heiß. In Berlin hatten wir die letzten Tage Temperaturen um 35 Grad. Dementsprechend übel ist das Klima und der Geruch direkt unterm Dach. So habe ich aber immerhin schon die Möglichkeit, mich ein bisschen auf das vietnamesische Wetter zu akklimatisieren. Dort soll es zur Zeit ähnlich heiß und schwül sein.

Die letzten Tage waren geprägt von vielen Up and Downs. Die Einheiten sind teilweise sehr schleppend. Die meisten sind zwar echt Interessant aber 8 Stunden am Tag aufmerksam mitzuarbeiten ist dann doch nicht so einfach. Deshalb fallen wir auch Abends meist halbtot direkt ins Bett. Da wir selbst am Wochenende immer früh raus müssen haben wir bisher leider noch kaum etwas von der Berliner Nachtszene mitbekommen. Ich werde wohl irgendwann noch einmal für ein paar Nächte nach Berlin kommen müssen.

Mit dem Visum und dem Flugticket gab es kurzfristig noch arge Probleme. Das Visum konnten wir erst vor ein paar Tagen beantragen weil einige Daten aus Vietnam noch gefehlt haben. Wir mussten uns jetzt für das Expressvisum entscheiden welches natürlich um einiges teurer ist als ein normales. Bei dem Flug gab es das Problem, dass durch die Streikerei der Lufthansa unser Flug nach Frankfurt weggefallen ist. Nach einigen Telefonaten und spontaner Fahrt zum Flughafen haben wir aber noch ein Zugticket bekommen. Das bedeutet leider, dass wir 2 Stunden früher als geplant aufstehen müssen aber das geht schon klar. Wichtig ist, dass jetzt alles in trockenen Tüchern ist. Morgen wird es dann endlich heißen: Good morning Vietnam. Ich freu mich riesig darauf endlich die nächste Etappe meiner einjährigen Reise in Angriff zu nehmen.

Ich melde mich schon sehr bald aus Vietnam wieder.

Viele liebe Grüße aus dem sonnigen Berlin

Christoph

2. August 2008 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar