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Letzte Nacht träumte ich vom Frieden: Ein Tagebuch aus dem Vietnamkrieg

Dieses Buch liegt zur Zeit auf meinem Nachttisch und ich empfehle es einfach jedem.

Die Autorin des Tagebuches Dang Thuy Tram wurde in Hanoi geboren. Sie arbeitete als Ärztin für die nationale Befreiungsarmee und versorgte sowohl Zivilisten wie auch Vietcong-Soldaten. 1970 starb sie im Alter von 27 Jahren. Der damals 22-jährige amerikanische Offizier Fred Whitehurst, der das Tagebuch vernichten sollte, nahm es an sich, brachte es in die USA und konnte es 35 Jahre später persönlich der Familie zurückgeben.
Dang Thuy Trams Tagebuch überwindet alle kulturellen und politischen Grenzen. Es erzählt von Menschenwürde und Mitleid angesichts der unendlichen Schrecken des Krieges.
Ein Schicksal das bewegt, eine Geschichte voller Tränen und so nah am Krieg, das man sich fragt wie noch immer Menschen für den Krieg stimmen können.

Wie gesagt: absolut lesenswert!

Gruß Christoph

2. Juli 2008 Posted by | Uncategorized | 2 Kommentare

Land und Leute

Herzlich willkommen zu dem 2. Teil der „lerne etwas über Vietnam“ Reihe.

Für Südostasienreisende ist Vietnam längst kein Geheimtipp mehr. Der Tourismus hat sich in den letzten Jahren als einer der wichtigsten Motoren für den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes erwiesen. Niveau, Ausstattungsgrad, hygienische Bedingungen und Service haben sich deutlich verbessert. Vietnam bietet mit seinen endlosen, 3451 Kilometer langen Küsten, den schroffen Bergen und üppigen Regenwäldern, den zahllosen Wasserfällen und den Kulturlandschaften der Ebenen ebenso imposante wie abwechslungsreiche Naturkulissen von überwältigender Schönheit.

Im Verhältnis zu den quirligen Millionenstädten Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt, wo der Lebensstandard seit den 80er Jahren enorm gestiegen und der Siegeszug des privaten Unternehmertums überall sichtbar ist, setzen sich die Veränderungen auf dem Land, wo 75 Prozent der Vietnamesen leben, sehr viel langsamer durch. Hier dominieren noch immer altertümliche Anbaumethoden und eine traditionelle Lebensweise. Die Haupterwerbsquellen sind die Landwirtschaft und der Fischfang. Das Delta des Roten Flusses im Norden und das Mekong-Delta im Süden sind die wichtigsten Reisanbaugebiete des Landes und gehören zu den am dichtesten besiedelten Regionen Vietnams.

Das Bildungsniveau ist in Vietnam traditionell hoch. Viele Familien geben für die Ausbildung ihrer Kinder eine Menge Geld aus – wenn sie es können. Zwischen Stadt und Land bestehen jedoch große Unterschiede im Bildungs- und Qualifizierungsgrad. Zwar herrscht allgemeine Schulpflicht, doch können gerade auf dem Land die Familien oft ihre Kinder nicht zur Schule schicken, da sie die Kosten für Schulkleidung und Lehrmittel nicht aufbringen können. Häufig werden die Kinder auch als Arbeitskräfte gebraucht. Sie arbeiten auf den Reisfeldern und beim Bootsbau mit oder transportieren mit Korbbooten Passagiere auf Flüssen und durch Buchten.

Klima: In Vietnam sorgt das tropische Monsunklima ganzjährig für warme bis heisse Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit.
Durch die grösse Längenausdehnung machen sich klimatische Unterschiede im Norden, z.B. in Hanoi wesentlich stärker bemerkbar. Hier gibt es ausgeprägte Jahreszeiten, im Winter ist es dort mit ca. 15°C kühler und im Sommer mit über 30°C Tagestemperatur entsprechend warm.
Im Süden, z.B. in Saigon liegen die Durchschnittswerte meist um und über 30°C. Die heissesten Monate sind hier das Frühjahr bis in den Mai.
Die meisten Niederschläge fallen im ganzen Land mit dem Südwest-Monsum im Mai bis Oktober.Wer das ganz Vietnam besuchen möchte, sollte in der trockeneren und kühleren Zeit unterwegs sein, d.h. am besten zwischen November und Februar.

 Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell. In 3 Wochen geht mein Zug nach Berlin. Jetzt beginnt die heiße Phase.

Gruß und bis Bald

2. Juli 2008 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar